Franz Markus Bernard hat 1998 im Eigenverlag in Gießen die Gedichtsammlung „am ende des stegs: tiefe wasser. texte 1988 - 1998“ herausgegeben.
Auf dieser Seite können Sie vor allem Gedichte aus späteren Jahren anschauen, die zum Teil im Gemeindebrief der Evangelischen Paulusgemeinde Gießen erschienen sind.
Wenn Ihnen die Texte gefallen, freut sich der Autor sehr über einen kleinen anerkennenden Betrag auf seinem Konto Nr. 24652408 bei der Volksbank Neckartal, BLZ 67291700 (Inhaber: Markus Bernard).
das glück der seele
ist die weite der welt,
die am end’
das glück allein’
doch zusammenhält.
fmb
ein wort der güte
ist leuchtende blüte;
in der tat
blüht,
wer es hat.
fmb
wenn du lernst,
dass du das recht hast,
spuren zu hinterlassen,
wirst du beginnen,
ein freieres leben zu führen.
fmb
manchmal kommen beweise
für ihn ganz leise
und hoffend gehen wir
auf die reise
fmb (28.2.10)
stellt ihr
in die vase;
den abgestandnen
rest im glase
kippt ihr fort
in den abort.
dort geht er dahin:
mein herz war drin.
fmb (27.2.10)
nicht um worte
will ich ringen;
ein frohes lied
möcht‛ ich dir singen –
von hoffnung,
mann und maus
in meinem treuen
gotteshaus
fmb (27.2.10)
er hat ein
so weites,
kleines herz:
driftet heimwärts – .
fmb (02-10)
fmb/bear (09/09)
du seist
ein piano
des lauten;
des wohlvertrauten.
fmb (21.8.09)
der herr,
er gab‛s in fülle,
doch nun zerstreut‛s
die tülle
fmb/‛09
Neu ist der Morgen,
neu ist der Garten,
ganz ohne Sorgen
der junge Tag.
Preis für die Süße
des frischen Gartens,
die Liebesgrüße
unseres Herrn.
Mein ist das Helle,
mein ist der Garten,
an dieser Quelle
danken wir dir.
Preis für das Singen,
Preis für den Morgen,
in allen Dingen
sind wir ganz wohl.
(fmb - deutsch nach Cat Stevens)
(die weite nähe
oder
der weite nähe?)
das glück der seele
ist die weite der welt,
die am end das glück allein
doch zusammenhält.
fmb (31.1.09)
fmb
mach
ein musik-instrument
zu deinem kruzifix
aber liebe es
wie das erste im leben,
das du je geliebt hast
bear (10.12.08) für jim croce (1943-73)
lauf nicht weg
bleibe hier
starre weiter
in den dreck
bis er dir
im herrn
wird hold
zum stern
aus gold
fmb (29.10.08)
Das NeuzeitKreuz
hat Wellen:
ElektroWellen.
fmb
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Jedes kleine Stück
zählt auf der Suche
zum großen Glück.
fmb
für Jürgen K.
Fragen
an den Partner
Würdest du mich noch lieben,
wenn die Welt
mich verlassen hat ?
Würdest du mir noch trauen,
wenn mich alle ringsum
für einen Schurken halten ?
Würdest du mein Söhnchen
und mein Apfelbäumchen liebevoll hegen,
wenn ich früh und für immer gegangen bin ?
Ich komme zurück zu dir,
denn du bist ein Teil von mir;
wo immer ich bin, da bist auch du;
gemeinsam sind wir hier.
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lang war ich fort
zu sortieren das wohlbekannte
an einem andern ort
sah das leid, das ungenannte
es blieb
so sehr ich mir die augen rieb ---
manches wurde leichter
im traum
schier endlos chaos
füllte den raum
aber es war nicht zu fassen :
nie war
ich mir wirklich selbst überlassen ---
....... und ich bete
vater, laß mich nicht allein
und ich flehte
mutter, laß mich verstanden sein .......
doch
bei allem
was wir tragen
wir tragen’s nicht allein
bei allem
was wir wagen
das wagnis
will ein gewägtes sein ---
über den langen steg
auf ‘nen neuen weg ------------- von MIR
DIR .
fmb
I/05
Sich nach einer
Umarmung zu sehnen,
ist alles andere
als menschliche Verarmung!
Stellst du alles anders an,
als man’s möglich machen kann,
bleibst du oft damit allein,
denn von selbst stellt sich dein Bein.
Sieh,
es scheint
sein Licht:
verzage nicht!
Glück
Einen Menschen
über alles zu lieben,
heißt, ihm zu sagen:
Dich glücklich zu machen,
ist mein Glück
gedankenfreiheit
früher
gab’s das lied
„die gedanken sind frei“.
heute ... ist das alles
einerlei:
techno-brei.
anders!
das anders-machen
ist wichtiger geworden
als das gleich-tun:
auch innerhalb
des christentums
War es unbescholten,
so bekam’s das abgegolten;
und manch überschüssig Herz
driftet weiter himmelwärts
fmb
>24/3/03
Willst du
feierlich versterben,
mußt du bleibenden
Wert vererben.
Warst auch der Wert
nicht wirklich du,
so gibt’s dein Erbe
doch dazu.
Und wer so stolz
gen Himmel fährt,
dessen Leben
war es wert.
fmb
>24/3/03
Nur laute Töne hört man,
denn die leisen
meist ins Geheimnisvolle
weisen.
bear 24/3/03
Achtung Mitmensch!
Daß sie einem
Achtung zollen -
mehr hat man
von Mitmenschen
nicht zu wollen.
Aber egal, was man spricht:
weniger auch nicht.
es ist nicht immer
weichgespült,
so ein erdenleben.
es ist oft
grausam unterkühlt
und kann nur kälte geben.
Es ist ehrlicher zu sagen
“ich bin ein Tier”
als zu sagen
“ich bin ein mensch”
Selbst auf
dem sinkenden Kahne,
da roch sie noch,
die Fahne.
fmb
>24/3/03
H u s t - H u s t l e r
Manch gefall’ne Hüllen
können Hochglanzbände füllen,
und diese führen unumhüllt
dazu, daß sich die Kasse füllt.
Wenn ich gehe,
dann gehe ich,
dann hält mich
(k)einer.
Manchmal
ist nur er der Weg;
manchmal
ist nur er der Steg
über einen
tiefen Graben,
den wir alle irgendwann
unter uns haben.
Erst wenn sich die
Wolkenkristalle aus meinen
Augen verziehen,
wird das Himmelblau
wieder klar sehen.
Nothing but hatred
won’t be enough
Du wirst
alle Gaben haben,
Du wirst Dich
an allem laben,
wonach Dein
pochend Herz sich sehnt.
Denn ihm strahlt
auf allen Wegen
liebend neuer
Sinn entgegen,
so sehr,
wie sich Dein Weg auch dehnt.
Der Herr
mein Hirte
sanft mich
bewirte
Das beste Mittel
gegen die Enge
im Kopf
ist die Weite
im Herzen
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Der Mensch ist auch
und vor allem andern
für Menschen angelegt
Findet er unter Menschen,
die ihn lieben und annehmen,
keine Oase mehr,
so kann er sich auf Dauer
auch nicht mehr an Tieren, Pflanzen
und den Wundern der Natur erfreuen,
denn seine Seele leidet bleibenden Schaden
Ohne Menschen
und menschliche Liebe
lebt ein Mensch
schlimmer als ein Tier
habe
hast am ende du -
nicht besitz
wie teuer
für geld erkauft
auch immer ----
sei jedes Trostpflaster,
das dich über deinen
kinderschmerz
hinwegtröstet -
in einer welt,
wo es nicht mehr
erlaubt ist,
kind zu sein
Auf die Krumen schauen
und sehen, daß sie Brot sind,
anstatt sie wie Dreck
wegzuwischen
You’re getting older
By getting bolder
Der Heilige Geist
ist der Unterton Gottes.
Er steckt in jedem Lächeln.
funkenschlag
das stück chamäleon,
das du manchmal
aus dem nichts heraus wirst,
ist der funkenschlag gottes.
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Dein Name
steht auf meinen Wänden
Tag für Tag;
ich bin
in Deinen Händen,
was auch kommen mag.
fmb
XI/02
einer Welt,
die nicht mehr
zusammenhält;
sie forscht
und horcht
und fängt die Diebe;
aber wo bleibt
die Liebe?
fmb
XI/02
Im Fluß
der Zeit
war Verdruß
nie weit:
das Hoffen
hält offen.
fmb
XI/02
Ich sehe den Sturm:
er kommt und legt sich;
der Herr, mein Gott,
trägt mich.
fmb
23/10/02
herbstwind
taumelnde blätter
dem herbstwind sich weihen;
ihr leuchten tut kund,
sie können verzeihen.
seht
wie ein senfkorn
vom wind verweht
als reiche saat
aufgeht
fmb
18/9/02
ein kind
kann die liebe
voraustragen
die es empfängt
unmittelbar
fmb
21/7/02
(Weihnachten)
Der Mensch
des Menschen
größte Plage -
keine Frage.
fmb
Was zählt?
Es sind schon deine Werke,
und nicht mal immer hohe,
die gereichen dir zur Stärke;
doch oft genug sind´s frohe!
Gesprächspartner
Die Leitung zu Gott
ist nie besetzt.
Er ist immer da,
legt niemals auf
und ist geduldig.
GebetsEnde
... aber nicht
wie ich es will;
wie Du es willst
soll es auf Erden
immer ein Stück
mehr werden.
Man lasse
das Böse nur weg,
anstatt es zu rauben,
um an das Gute
zu glauben.
fmb
friedenswunsch
ich wünsch euch
frohe zeiten
zum ausweiten
und schranken
den pranken!
Des hohen Liedes
lichter Chor
taucht gleißend
aus Finsternis hervor
Tönend und klar
birgt er für dich
was immer schon war
Die Zuversicht
werden wir schauen
in flutend Licht
hinweg vom Grauen
weihnachten 2001
wenn du
keinen mehr hast,
dann ist er es,
der dich noch hat.
denen, die darben
im dunkeln,
gibst gaben du:
schimmern und funkeln
klein
sind alle geschöpfe niedlich.
macht
ihnen ihr größerwerden
jedoch nicht zum vorwurf
in meinem heimatlosen herzen
liegt noch die muttererde;
dort flackern noch die kerzen,
damit es frühjahr werde.
viele kümmerseelen,
die mit dem herbstwind wehn,
können nicht verhehlen,
daß bunt im grau sie sehn.
etwas ehrliches
ausgießen,
was nicht heuchelt, frommt;
das noch als echt,
wahrhaftig rüberkommt.
Kennt keine Gnade ihr
mit dem Leid,
das ihr in ein Leben packt;
welches, schon Lichtjahre her,
ihr als lebens-un-wert
abgezwackt.
fmb
3.5.01
Die Maschine
die stoppt
der Kollege
der mobbt
um nie mehr
damit zu stoppen
1/5/2001
Menschen,
die singen,
brauchen um Worte
nicht zu ringen.
O Herr,
dies sogenannte Leben,
das du angeblich gegeben,
leb als Menschentier
ich hier.
du kannst ihn
hoffnungsvoll
ausbreiten;
du kannst
den schmerz
nicht weiterleiten.
EINE DER WICHTIGSTEN BEGEGNUNGEN
IST DIE BEGEGNUNG
MIT DEM ABSCHIED
denke nicht
zurück
im schmerz;
besser denke
gar nicht.
Schmiert nie euch in die Haare
was von hinten
ach so schrecklich klingt;
doch habt ihr es
darunter,
es noch nicht mal stinkt.
wohlduftend
geschmacksverirrt;
locker, nicht schuftend,
und auch nie verwirrt;
stierig starrend
geradeaus:
das Leben im
Big Brother Haus.
fmb
XI/2000
Vielleicht ist es
das Salz der Erde,
das man mit
den Tränen weint.
Auf daß es einmal
heller werde,
und die Sonne
wieder scheint.
Daß letzter Funke
Hoffnung nicht vergehe;
daß stückchenweise
Zuversicht entstehe.
lau-wärme
ist für mich
oft unerträglicher
als eises-kälte
